Geschichte
Vom 7. Jahrhundert bis dato bildet sich von Menschen und bedeutenden Ereignissen die Geschichte Kroatiens. So findet man im nördlichen Teil viele Architekturen, die an die lange Vorherrschaft Österreichs erinnern. Im westlichen und südlichen Küstenbereich, wo sich die Mehrzahl an Städten befindet, ähnelt sich die Gegend eher den benachbarten Provinzen Italiens.
Die Geschichte Kroatiens spiegelt sich in den vielen Sehenswürdigkeiten die man in den einzelnen Städten besichtigen kann, wider.
So gehört die gewaltige mittelalterliche Stadtmauer in Dubrovnik, die mit fünf Toren und vier Festungen hauptsächlich die Altstadt umgibt und beschützt, dazu. Das südwestliche Fort Bokar diente einst als Gefängnis und der wichtigste Zugang zur Altstadt ist das Pile-Tor.
Die zentrale Hauptstraße in Dubrovnik wurde im 15. Jahrhundert mit zwei Onofrio-Brunnen erbaut. Im 18. Jahrhundert errichtete ein venezianischer Architekt und Bilderhauer die monumentale Hl. Blasius-Kirche im barocken Stiel. An dieser Stelle treffen zwei Hauptkommunikationsachsen und der öffentliche Sammelplatz zusammen.
Anfangs zum byzantinischen Reich gehörend, später an Venedig und dann unter ungarisch-kroatische Oberhoheit fallend, wurde die Stadt Dubrovnik eine selbständige Republik. Ein verheerendes Erdbeben und Krise der Mittelmeerschifffahrt beendete den Wohlstand. Napoleon löste die Republik auf und Dubrovnik gehörte nach einem Beschluss des Wiener Kongresses zu Österreich-Ungarn. Schließlich wurde sie Bestandteil des neu gegründeten Staates Jugoslawien und stand nach der Loslösung Kroatiens von Jugoslawien unter schwerem Artilleriebeschuss. Neben zehntausenden historischen Büchern, Handschriften, seltenen Drucken, verzeichnete Dubrovnik erhebliche Verluste an historischem Kulturgut.
Die Geschichte der Stadt Poreč beginnt zur Zeit der Römer, als diese auf dieser Halbinsel ein Militärlager gegründet haben. Markant für diese Zeit ist die bis heute bewahrte Straßenführung, welche das Stadtgebiet in mit Häusern bebaute rechtwinklige Quader aufteilt.
Nach dem Fall des römischen Reiches, regierten erst die Ostrogoten, dann Byzant und später besetzten die Kroaten Porec. Einige Zeit unabhängig, dann unter Venedig fallend kam die Stadt nach dem Verfall der Dogenrepublik erst unter die Herrschaft Napoleons und wurde später Teil der österreichischen ungarischen Monarchie. Bereits 1844 eröffnete die Gesellschaft Lloyd eine touristische Schifffahrtslinie von Triest nach Porec. Einige Jahre später wurde die Porec die Hauptstadt Istriens mit Wohnsitz des Parlaments, Schulen, Verwaltungs- und Gerichtseinrichtungen. Grossherzogin Stephanie von Österreich veröffentlichte die Stadt der Aristokrathie. Später wurde eine Eisenbahn von Triest nach Porec verlegt. Erste Hotels wurden erbaut. Nach der Herrschaft Italiens ist die Stadt mit Istrien zu einem Teil Kroatien geworden. Der istrische Abgeordnetensaal war einst eine im 13. jahrhundert erbaute gotische Franziskanerkirche, die später im 18. Jahrhundert im barocken Stil renoviert wurde. Der im vorherigen Jahrhundert vom Parlament genutzte Saal dient heute für Ausstellungen und Konzerte.
Das im 6. Jahrhundert errichtete und bis dato am besten erhaltene Denkmal und somit die bedeutendste und wertvollste Sehenswürdigkeit in Porec ist der Komplex der Euphrasius Basilika.
In der Geschichte als wichtigstes Objekt der Verteidigung stellt das Kastell der Fürsten Frankopan auf der Insel Krk dar. Heute dient es auf dem Kamplin Platz für Kulturveranstaltungen.
Auch die Geschichte des Bergwerks von Kroatien wird in Labin in zwei Palästen dargestellt. In Francovich finden ständig Ausstellungen eine berühmten Theologen und Historikers statt. Im Volksmuseum, welches sich im Palast Battiala Lazzarini befindet wird anhand von Exponaten mit alten Werkzeugen die Kohle- und Bergwerkarbeit veranschaulicht werden.
Allein die Geschichte Kroatiens ist ein Besuch des Landes wert.